Stellungnahme der Mitglieder der ATTEK zur vorzeitigen Beendigung der Ausschreibung des Bad Wiesseer Nahwärmenetzes

Der vorzeitige Abbruch der Konzessionsvergabe zu der geplanten Biomasse-Heizzentrale am Badepark kommt für den ATTEK völlig überraschend und ist anhand der Faktenlage nicht nachvollziehbar.

Leider ist die Ausschreibung des Nahwärmenetzes mit einer CO2-neutralen Heizzentrale hinter dem Badepark mit 8:6 Stimmen am 14.3.19 aufgehoben worden. Entgegen der langfristig verfolgten Zielsetzung, einen sehr wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen, regenerativen Wärmeversorgung in Bad Wiessee zu leisten, wurde das Projekt gestoppt. Es wurde der Möglichkeit eines Neubaus des Badeparks und möglicher Nutzung der Flächen für einen Neubau mehr Gewicht gegeben. Mit dieser Kehrtwende des Gemeinderats ist der Standort der Heizzentrale, trotz eines Investitionsvorteils, nicht mehr aktuell. Mit dem Aus für den Standort der Heizzentrale ist das gesamte Projekt gefährdet. Ob ein wirtschaftlich wie technisch passender neuer Standort gesucht und gefunden wird, ist völlig offen.

Wir haben die Chance >9 % unseres fossilen CO2-Ausstoßes Bad Wiessees durch regenerative Energie zu ersetzen, das sind ca. 540.000 Liter Heizöl-Äquivalent oder ca. 1.440 Tonnen CO2 pro Jahr.

Diese Entwicklung kann der ATTEK nicht kommentarlos stehen lassen.

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Klimafühling im Oberland – der attek ist dabei

Im Frühjahr 2018 fand erstmals der “Klimafrühling Oberland“ in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz-Wolfratshausen statt. 2019 sind der Landkreis Miesbach und auch die Stadt Penzberg dabei.

Der Klimafrühling Oberland (14.3. bis  7.4.) ist eine Veranstaltungsplattform für alle Bildungseinrichtungen, Initiativen, Vereine, Stiftungen, Glaubenseinrichtungen und Unternehmen. Die Veranstaltungen sollen über das Thema „Klimawandel und Klimaschutz“ informieren und Menschen zum Mitmachen aktivieren.

Der attek beteiligt sich beim Klimafrühling mit 2 Veranstaltungen:

Am 27. März, 17.30 Uhr und 20 Uhr zeigen wir um im Kino Kreuth-Weißach den Film „Immer noch eine unbequeme Wahrheit“ von Al Gore. Anschließend Diskussion. Nähere Infos finden Sie hier. Anmeldung erwünscht unter: 0175 1672442.

Am 6. April, 9 – 11 Uhr geht um den „Bergwald im Klimastress“. Waldbegehung  mit einem Förster und Exkursion zur Waldklimastation am Streitmoos. Treffpunkt ist der Breitenbachparkplatz. Die Begehung findet nur bei gutem Wetter statt. Anmeldung unter 0175 1672442 unbedingt erforderlich. In Zusammenarbeit mit dem Forstrevier Tegernseer Tal. Weitere Infos finden Sie hier.

Der attek unterstützt auch tatkräftig die Veranstaltung der AGMUNDA21 am 7.4. Zwischen 10 und 16 Uhr rollt an diesem Sonntag am Bahnhofsvorplatz kein Autoverkehr. Dafür gibt es ein buntes Programm rund um Klimaschutz und Fahrradmobilität. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Weitere Infos gibt es hier.

Nachlese zur Veranstaltung „Mein Kraftwerk auf dem Dach“, 26.4., im Seeforum

„Mein Kraftwerk auf dem Dach“ – erfolgreiche Infoveranstaltung rund um das Thema Photovoltaik im Seeforum in Rottach-Egern

„Mit so vielen Leuten hätte ich nicht gerechnet! Das Thema scheint aktuell zu sein und die Leute anzusprechen,“ freut sich Thomas Tomaschek, Sprecher des Arbeitskreises Tegernseer Tal für Energie und Klimaschutz. Bei der Infoveranstaltung am 26. April 2018 zum Thema „Photovoltaik für Privathaushalte“ im Rottacher Seeforum konnten Interessierte in drei Themenblöcken alles über die Gewinnung und Speicherung von Sonnenenergie erfahren.

Eine Fachfirma präsentierte ihre PV-Anlage und ein Batteriekonzept hinter dem ein Community-Schwarm-Prinzip steckt. Dadurch, dass sich viele Kunden als private Stromproduzenten untereinander vernetzen und Strom einspeisen, kann eine Strom-Flatrate angeboten werden. Der monatliche Fixpreis ist niedrig und die Anschaffungskosten der Anlage amortisieren sich nach ca. 12 Jahren. Danach wird gespart und die Umwelt freut sich schon ab dem 1. Tag des Betriebs der Anlage.

Der zweite Referent zeigte die Möglichkeiten von Photovoltaik in der Heizungstechnik auf. Koppelungen mit Wärmepumpen, Wasserpufferspeichern und Gasanlagen sind möglich, bedürfen aber einer sehr genauen Abstimmung und Regelungstechnik.
Zu diesem Thema präsentierte ein Rottacher Hausbesitzer sein Minus-Energiehaus, das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht. Möglich wird dies durch eine hochwertig gedämmte Fassade, Wasserpufferspeicher und die Koppelung von Photovoltaik, einer Wärmepumpe und eines Gasanschlusses.

Die Fachvorträge, die zahlreichen Fragen und das Interesse der Zuhörer zeigten, dass das Thema Stromgewinnung durch Sonnenenergie eine echte Möglichkeit darstellt, um Geld zu sparen und die Umwelt zu entlasten. Es bleibt zu hoffen, dass sich weiterhin viele Menschen entscheiden eine eigene Photovoltaikanlage anzuschaffen, um selbst sauberen Strom zu produzieren und ein Stück weit autark vom Strommarkt zu werden.

Autor: Thomas Tomaschek